Rotkäppchentag 2011
Es ist immer der i-Punkt in der Rotkäppchenwoche – und das seit fünf Jahren: der Rotkäppchentag
Alsfeld/Neuenstein (gk). Es ist immer der i-Punkt in der Rotkäppchenwoche – und das seit fünf Jahren: der Rotkäppchentag – traditionell als Abschluss einer Aktionswoche in Sachen Rotkäppchen und Märchen der Brüder Grimm. Auch diesmal! Der Rotkäppchentag auf Schloss Neuenstein, fast direkt an der BAB 5 gelegen, und im Jahre 1267 erstmals urkundlich erwähnt, fand guten Zuspruch – auch wenn das Wetter sich nicht von seiner besten Seite zeigte. Dafür war auf Schloss Neuenstein, das von dem Grafen Albert I. von Wallenstein erbaut und sehr eine wechselvolle Geschichte hat, alles bestens organisiert. Und es gab ein Novum auf dem Rotkäppchentag: dieser begann mit einem sehr eindrucksvollen Gottesdienst. Pfarrer Michael Zehender (31 Jahre jung) hielt einen „Märchengottesdienst“ zugunsten des Rotkäppchenlandes. Anstatt einer Predigt las Pfarrer Michael Zehender den zahlreichen Besuchern des Rotkäppchenland-Gottesdienstes ein sehr nachdenkenswertes Märchen vor. Die Begegnung der Märchenfiguren „Traurigkeit und Hoffnung“ gab einen Einblick in die Gesellschaft und das Leben mit den vielen Gegensätzen.
Ein sehr hoffungsfroher Beginn des Rotkäppchentages, der die Sonne, auch wenn sie sich nicht zeigte, über das Schloss brachte, erklärte Karl-Heinz Vestweber, Vorsitzender des Vereins Tourismus-Service Rotkäppchenland. Er dankte allen, die am Gelingen der Rotkäppchenwoche mitgewirkt haben. Als Gäste begrüßte er Neuensteins Bürgermeister Walter Glänzer, der in besonderer Weise der Förderung des Tourismus verbunden ist. Die Gemeinde Neuenstein ist seit 2000 Eigentümer des Schlosses, das in einer GmbH betrieben wird. Unter den weiteren Ehrengästen Vertreter der 17 Mitgliedsstädten und Gemeinden, darunter auch Erster Stadtrat Jürgen Pfeiffer aus Alsfeld, und Kreisbeigeordneter Helmut Schmidt (Kreis Hersfeld-Rotenburg). Der Dank von Karl-Heinz Vestweber galt auch Geschäftsführerin Heidrun Englisch, die für die Gesamtorganisation der Rotkäppchenwoche verantwortlich zeichnet.
Das Rotkäppchenland ist auf einem guten Weg! Das Rotkäppchenland hat mit Dorothee Weppler aus Willingshausen als „Rotkäppchen“ ein neues sehr sympathisches „Gesicht“. Das „Rotkäppchen“ versteht es ganz authentisch die Zielsetzungen unseres gemeinsamen Handelns für die Förderung des Tourismus vermitteln. Heimat, Geborgenheit, Gemeinsamkeit und Pflege von Tradition und Brauchtum sind im Rotkäppchenland lebendig, tagaus, tagein. Karl-Heinz Vestweber dankte allen Mitgliedern und Sponsoren, die sich ständig bemühen, gemeinsam an der Erhöhung des Bekanntheitsgrades mitzuwirken. Radtouren, Wanderungen, Abendführungen im Wildpark Knüll, Präsentationen in Alsfeld, Oberaula, Neukirchen, Ottrau, Frielendorf prägten in diesem Jahr die Rotkäppchenwoche. Die Rotkäppchenwoche ist fester Besatndteil unseres Marketingkonzeptes, sagte Karl-Heinz Vestweber abschließend.
Zuvor hatte Bürgermeister Walter Glänzer (Neuenstein) darauf hingewiesen, dass der Erlös des Rotkäppchentages einschließlich der Kollekte des Gottesdienstes der Deutschen Krebshilfe, zugunsten derer in zwei Wochen wieder auf Schloss Neuenstein eine weitere Veranstaltung stattfindet, zufließen soll.
Dann ging es auf der Bühne recht bunt zu. Eine Jazz-Swing-Kapelle spielte lockere Rhythmen; die „Dorftratscher“ aus Saasener führten einen lustigen Sketch auf. Ein „Kasperl-Theater“ sorgte im Schloss für Kinderstimmung und Schlossführungen für Erwachsene schlossen sich an. Im Schlossturm las Gudrun Grünberg – einst auch im Alsfelder Märchenhaus tätig – hoch oben Märchen für jung und alt. Den Abschluss auf der Bühne bildete dann der „Höchster Chor“ und die „Rotkäppchenland-Kapelle“ Blecht Quadrat aus Ottrau.
Auf dem Weg zum Schloss waren zahlreiche Stände aufgebaut, der Trachtenverein aus Obergeis zeigte die Herstellung von Wolle aus „früherer Zeit“ und die „Hexenweiber“ aus Frielendorf überraschten die Besucher mit „köstlichen Kräuterschnäpsen und Likören“. Auf einem Märchenweg zur Domäne mussten Märchenrätsel gelöst werden. Auch die Märchenköche aus dem Rotkäppchenland präsentierten ihre Gerichte, darunter einen kleinen Märchenkuchen mit Kirchen und Märchen-Windbeutel.
Der Rotkäppchentag 2011 ein Märchentag zum Anfassen auf Schloss Neuenstein, der vielen Besuchern in guter Erinnerung bleiben wird. Er machte deutlich: das Rotkäppchenland - zwischen Alsfeld und Homberg/Efze, Kirchheim und Neustadt, Schwalmstadt und Neuenstein – lebt!









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