Die Weiße Frau zu Homberg - Märchen & Sagen aus dem Rotkäppchenland - Märchen & Sagen - Themen - Urlaub im Rotkäppchenland
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Die Weiße Frau zu Homberg

Es war ein schöner, sonniger Tag, als wir uns auf den Weg in die Reformationsstadt Homberg (Efze) machten, um bei einer Stadtführung mit „Hildegardis, der Stadtadeligen“ vielleicht auch der “Weißen Frau“ zu begegnen.

Wir gingen durch historische Altstadt mit dem „Brüderchen und Schwesterchen Märchenbrunnen“, an idyllischen großen und kleinen Fachwerkhäusern und am stattlichen Rathaus vorbei, bis hinauf zur Burgruine auf dem Schlossberg.

Spannend war die Geschichte, die uns schließlich vor Ort erwartete: sie handelte von Verrat, aber auch von Treue bis in den Tod. Bleich und verschleiert stand sie plötzlich vor uns, die „Weiße Frau“ und erzählte uns sogleich von dem, was ihr wiederfahren ist:
Die Stadt Homberg (Efze) wurde einst belagert. Der Türmer, der die Aufgabe hatte, die Homberger vor drohender Gefahr zu warnen, war bestechlich und verriet die Stadt. Die tapfere Magd des Türmers aber ließ das Wächterhorn laut erschallen und so konnten die Bürger ihre Stadt doch noch retten. Noch in der gleichen Nacht warf der erboste Türmer die Magd, die ihn um sein Geld gebracht hatte, in den tiefen Burgbrunnen in ihren unverdienten Tod. Es lief uns eiskalt den Rücken runter.
Die Magd führte uns entlang der Burgmauer, vorbei an blühenden Rosenpflanzungen, bis hin zu ihrer Todesstätte, dem tiefen Burgbrunnen. Dort entzündete sie sogleich die Brunnenlichter und wir konnten den hinabfließenden Wasserstrahl  bestaunen. Leise lauschten wir dem Geplätscher und sahen den Aufschlag des Wassers, als es den Grund erreichte.
Noch heute erscheint  die „Weiße Frau“ einigen Auserwählten um von Ihrer spannende Geschichte zu berichten, sehr zum Schrecken aller Verräter. Doch gehörst du zu den Guten und hast das Glück, ihr im sanften Licht des Mondes zur richtigen Stunde zu begegnen, wird sie dir lautlos den Weg zu einem bedeutenden Schatz weisen.

Tja, den Schatz haben wir leider nicht gefunden, aber es war wirklich ein schöner, abwechslungsreicher und unterhaltsamer Nachmittag.
Wir kommen bestimmt wieder und dann wird uns der Stadtschreiber von der Homberger Synode, die 1526 in der St. Marienkirche stattfand und letztendlich zur Reformation in Hessen führte,  erzählen…
                  …aber das ist eine andere Geschichte… 


                                                                  Melis Bozdag und Chantal Laatz

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