Der Stadtbulle auf der Stadtmauer
Die Schwarzenbörner ließen nicht gerner etwas zukommen. Es verdross sie daher gewaltig, dass mit dem Gras, das auf der Stadtmauer wuchs, nichts anzufangen war.
Viele Vorschläge zur Verwendung dieses Futters wurden gemacht, doch keiner fand allgemeine Zustimmung. Schließlich machte einer einen Vorschlag, das Gras dem Stadtbullen zu gönnen. Da war nur noch die Frage, wie man den Bullen auf die Mauer brachte. Aber auch dafür fand sich Rat. Kräftige Männer wurden oben auf die Mauer gestellt. Die ließen nun einen Strick herunter, der dem Bullen um den Hals geschlungen wurde. Nun fingen die oben kräftig an zu ziehen, unten die aber schoben kräftig nach. Der hals des Bullen wurde immer länger, aber ihm wurde auch der Hals zugezogen, so dass er beim Ersticken die Zunge lang aus dem Maul steckte. Als die Schwarzenbörner das sahen, riefen sie erfreut: ,,Seht ihr, er leckt schon!´´
Das gab den Männern oben neue Kraft, dass sie den Bullen endlich auf die Mauer brachten.
Aber da war der Bulle tot.
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