Der Pöbelstein
Unmittelbar hinter Kemmerode geht die Grenze zwischen den Kreisen Ziegenhain und Hersfeld her. (Heute zwischen den Landkreises Schwalm-Eder und Hersfeld-Rotenburg)
Sie bildete schon früher die Grenze zwischen den Abteien Fulda und Hersfeld und später zwischen den dörnbergischen Besitzungen und Hersfeld. An ihr im Bornholz sind noch mehrere Grenzsteine zu sehen, einer heißt der „Pöbelstein“, dessen Namen niemand zu deuten weiß. Es ist ein mächtiger Block, über 2 Meter lang und noch über der Erde mehr als 1,50 Meter hoch, und trägt das hersfeldische und dörnbergische Wappen und die Jahreszahl 1757. Damals ist wohl die Grenze neu festgelegt worden. An dem Stein sind fünf Löcher sichtbar, und die Sage berichtet, das seien die Fingerabdrücke eines Riesen; er habe den Stein auf den Herzberg werfen wollen, aber er sei ihm zu schwer gewesen und ihm hier aus der Hand gefallen.
Der Pöbelstein wird auch "Riesenstein" genannt. Der Wanderweg K 3, ein 5 km langer Rundweg, beginnt am Wanderparkplatz Seepark Kirchheim und führt direkt zum Pöbelstein.
Quelle: Wilhelm Neuhaus: Sagen und Schwänke, Hans Ott Verlag Bad Hersfeld
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